Klimawartung: wann, warum und was dabei passiert
Die Klimaanlage ist das einzige Haushaltsgerät, das die angesaugte Luft direkt in den Wohnraum zurückbläst. Deshalb ist es nicht gleichgültig, was sich auf Filter und Wärmetauscher befindet.
Warum mindestens einmal jährlich?
- Hygiene. Kondensat und Staub bilden auf dem Wärmetauscher einen idealen Nährboden für Bakterien und Schimmel. Diese gelangen in die Raumluft – daher der „muffige" Geruch vernachlässigter Anlagen.
- Verbrauch. Ein zugesetzter Filter und ein verschmutzter Wärmetauscher verschlechtern die Wärmeübertragung. Das Gerät arbeitet für dieselbe Temperatur mehr – ein direkter Mehrverbrauch an Strom.
Einmal oder zweimal im Jahr?
Wird die Anlage nur zum Kühlen genutzt, genügt eine Wartung im Frühjahr. Wird sie auch zum Heizen eingesetzt, sind zwei Wartungen pro Jahr empfehlenswert: im Frühjahr vor der Kühlsaison und im Herbst vor der Heizsaison. Manche Hersteller schreiben die regelmäßige Wartung als Garantie- oder Betriebsbedingung vor – ein Versäumnis kann dann den Garantieanspruch berühren.
Was umfasst die Wartung?
- Reinigung von Filtern und Wärmetauschern des Innen- und Außengeräts
- Spülung der Kondensatableitung (eine verstopfte Wanne ist die häufigste Ursache für tropfende Innengeräte)
- Prüfung des Drucks im Kältekreis – entwichenes Kältemittel zeigt sich in sinkender Leistung
- Kontrolle der elektrischen Anschlüsse und der Stromaufnahme
- Auslesen der Fehlercodes und Funktionsprüfung der Regelung
Was können Sie selbst tun?
Den Staubfilter hinter der Frontblende des Innengeräts alle zwei Monate herausnehmen, mit lauwarmem Wasser abspülen und trocken wieder einsetzen. Die Reinigung des Wärmetauschers gehört dagegen in Fachhand: empfindliche Lamellen, Elektrik und Kältemittel liegen dicht beieinander.